Dartwurfanalyse 5D+ Dartsscreen

Der 5D+ Dartsscreen ist die bislang einzige evidenzbasierte Möglichkeit einen Dartwurf in seiner Qualität zu beurteilen. In der Erarbeitung des Modells haben sich die fünf Variablen (Vertikale Beschleunigung des Körperschwerpunkts, die Stabilität des Oberarms, die mediolaterale Abweichung des Wurfarms, die Konstanz der Wurfstärke und das Bewegungsausmaß) herausgestellt.

Der 5D-Darts-Screen wurde erstmalig 2017 beschrieben (vgl. Jansenberger, 2017). Er ist eine Möglichkeit den Wurf zu analysieren und auf den Ergebnissen aufbauend zu verbessern.

Es werden zwei Beschleunigungssensoren mit einer Abtastrate von 200Hz verwendet. Zur Videoanalyse wird eine Kamera verwendet, die 120fps aufnehmen kann.

Ablauf: Der Proband spielt sich wenige Minuten (5-10min) ein. Es werden fünf Aufnahmen zu je drei Pfeilen mit den Sensoren aufgezeichnet. Dabei wird ein Sensor am Wurfarm Kleinfingerseitig direkt unter dem Handgelenk unter dem Processus styloideus ulnae (Griffelfortsatz der Elle) angebracht. Der zweite Beschleunigungssensor wird am unteren Rücken in Höhe L5/S1 befestigt. Dann werden nochmals fünf Durchgänge ohne Sensoren durchgeführt, von denen zwei mittels Video aufgenommen werden.

Variablen mit Beschleunigungsmessung:

1. Vertikale Beschleunigung des Standes: Hier werden die Daten des Beschleunigungsmessers am Körperschwerpunkt ausgewertet. Die fünf Maxima der vertikalen Beschleunigung werden gemittelt und ergeben so den zu beurteilenden Wert.

2. Seitliche Beschleunigung des Wurfarms: Hier werden die Daten des Beschleunigungsmessers am Wurfarm ausgewertet. Die fünf Maxima der Aufnahmen werden gemittelt und ergeben so den zu beurteilenden Wert.

3. Wurfkonstanz: Diese Daten werden ebenfalls durch den Sensor am Wurfarm aufgezeichnet. Die fünf Maxima werden gemittelt. Dann wird vom höchsten Maximum der ermittelte Mittelwert abgezogen, das Ergebnis ist der zu beurteilende Wert.

Variablen mit Videoanalyse:

1. Bewegungsausmaß des Wurfarmes: Der in der Anfangsstellung (geringster Ellbogenwinkel) gemessene Winkel wird von der Endstellung (größter Winkel im Ellbogen) abgezogen. Das ergibt den zu beurteilenden Wert.

2. Oberarmstabilität: Das Schultergelenk wird in Ausgangsstellung mittig angezeichnet. Ebenso der Ellbogen. Dann wird in Endstellung der Ellbogen mittig angezeichnet. Der Winkel zwischen Ellbogenposition 1 und 2 wird zur Beurteilung herangezogen.

Die zusätzliche Variable der „Schulterstabilität“ ist ein weiteres interessantes Kriterium für einen erfolgreichen Wurf. Und wird als zusätzlicher Parameter ausgewertet.

Icon-Zitat

Notburga L. (Kursteilnehmerin):

Lieber Harald! Viiiiielen Dank für Dein Skriptum, das HÜ-Beispiel und das Zeugnis!! Und Danke auch nochmal für den tollen Kurs! So angenehm, dass man nachher nicht lange nachlesen muss, sondern gleich praktisch anfangen kann, weil alles sehr einprägsam und klar war! 

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Mag. Harald Jansenberger
Bürgerstraße 9 / 4020 Linz
E-Mail: harald(at)jansenberger.at
Tel.: +43-(0)650-5427253